© euroterra

Rückbau des Kraftwerks Moorburg Hamburg

Auftraggeber TFV Altwert GmbH, Vattenfall Europe AG
Projektort Moorburg, Hamburg, D
Kennzahlen  BRI 600.000 m³ 
Leistung Beratung, Demontage- und Rückbauplanung 
Zeitraum 2004
© euroterra

Das von den Hamburgischen Electricitäts-Werken (HEW) erbaute und betriebene Gaskraftwerk Moorburg war ein ursprünglich für den Betrieb mit Erdgas vorgesehenes, konventionelles Kraftwerk im Stadtteil Moorburg. Mit dem Bau des zweiten Blocks wurde es auch mit Heizöl bis hin zu Masut aus der nahegelegenen Raffinerie befeuert. Aufgrund der umweltproblematischen Brennstoffe wurde der Schornstein nach Einwänden von Umweltschützern mit 256 m um 100 m höher als ursprünglich geplant, um durch die zusätzliche Höhe die Abgase weiter vom Stadtgebiet wegzutragen. Der Schornstein des Kraftwerks war somit mit einer Höhe von 256 m das höchste massive, begehbare Bauwerk Hamburgs. Der Fernseh- oder Heinrich-Hertz-Turm ist ohne seine Antenne lediglich 204 m hoch. Aufgrund der sich verändernden Marktlage bei den Energie- und Rohstoffpreisen wird dieses ehemals größte und modernste Öl- und Gaskraftwerk Deutschlands rückgebaut, um Platz für den Neubau eines modernen Kohlekraftwerks von Vattenfall zu schaffen. Somit begann 2002 im Auftrag von Vattenfall als vorbereitende Maßnahme der Rückbau des Kraftwerks durch die Thyssen-VEAG Flächenrecycling (TVF), die von uns hinsichtlich einzelner Fragen der Demontage und Rückbauplanung beraten wurde. Mit einer sogenannten Faltsprengung, bei der die Sprengladungen auf drei Ebenen, in Höhe des Erdbodens, auf 63,5 m und 91 m Höhe angebracht waren, wurde der Schornstein gesprengt. Auch bei den Vorbereitungen der anschließenden Sprengung der beiden Kesselhäuser wurden wir mit der fachlichen Betreuung einzelner Teilaspekte durch TVF und Vattenfall betraut.