© Marc-Oliver Schulz, Entwurf: Plischke Lühring Architekten

Erweiterung Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Auftraggeber Bethesda Krankenhaus Bergedorf gGmbH
Projektort Glindersweg 80, Hamburg, D
Kennzahlen BGF 1.040 m2
Leistung Objektplanung Gebäude LPH 6 - 8 
Projektsteuerung LPH 3 - 5
Zeitraum 2011 – 2012, 2014
© Marc-Oliver Schulz, Entwurf: Plischke Lühring Architekten

Im Rahmen des umfangreichen Um- und Erweiterungsbaus mit zwei Flügelanbauten an das Hauptgebäude des Bethesda Krankenhauses Bergedorf (BKB) wurde im oberen Geschoss der bestehende OP-Trakt im laufenden Betrieb mit darüber liegender Technikfläche um zwei Operationssäle erweitert. Dazu gehörte auch die Anpassung der notwendigen Nebenflächen und damit verbundene Vergrößerung des Aufwachbereiches um weitere Plätze. Hochmoderne OP-Säle sind jetzt mit Tageslicht ausgestattet, das dem operierenden Mitarbeiter-Team im OP angenehme Arbeitsbedingungen schafft.
Im darunterliegenden Geschoss wurde auch der Intensivbereich erweitert und mit modernster Medizintechnik ausgerüstet und auf hohen hygienischen Standard gebracht, ebenfalls im laufenden Betrieb.

Im Zuge der Flügelanbauten wurde auch die Eingangshalle des BKB deutlich erweitert und aufgewertet und bietet nun allen Patienten einerseits ein der Größe des Krankenhauses angemessenes, modernes Entrée und einen einladenden Ort des Aufenthaltes für wartende Besucher und Patienten. Auch für die Mitarbeiter des Empfangs ist ein deutlich freundlicherer Infotresenbereich mit Überblick entstanden, der am Ende der durch die bodentiefe Glasfront lichtdurchfluteten Eingangshalle an alter Stelle verblieben ist.

Obwohl wir erst zur Ausführungsplanung mit einer Projektbegleitung beauftragt wurden und erst zur Bauphase die Begleitung der Vergabe und die Objektüberwachung für Hochbau und Medizintechnik übernommen haben, konnten wir in vielen Bereichen den Entwurf des Generalplaners mit unseren Planungsideen beeinflussen. Dieses ist nicht zuletzt auch bei der entwurflichen Überarbeitung der Eingangshalle gelungen: Der verwendete Materialmix hinter einer vorgezogenen, nun das Gebäude umfassenden Glasfassade, besteht aus der sichtbaren Betondecke mit durch indirekte Beleuchtung abgesetzten Akustikdeckensegeln, die auf den Empfangstresen zuführen. Die aufgearbeitete Klinkerfläche der ehemaligen Außenfassade verortet den Betrachter zum Bestandsbau und lässt eine ruhige Atmosphäre entstehen. Ziel ist, dass sich die Patienten und Gäste, sobald sie das Haus betreten, bestmöglich wohlfühlen und orientieren können.
 

© Marc-Oliver Schulz, Entwurf: Plischke Lühring Architekten
© Marc-Oliver Schulz, Entwurf: Plischke Lühring Architekten
© Marc-Oliver Schulz, Entwurf: Plischke Lühring Architekten