Interimslösung Lufthafen – mit nachhaltiger Perspektive
Im Rahmen der Interimsmaßnahmen für den Neubau des I-Hauses am Altonaer Kinderkrankenhaus wird im ersten Obergeschoss des Lufthafens eine bereits vorhandene Ausbaureserve aktiviert und zu einer modernen Station mit acht Patientenzimmern inklusive Nasszellen und Nebenräumen ausgebaut. Die bestehende Gebäudehülle sowie die vorbereitete Infrastruktur ermöglichen eine effiziente und ressourcenschonende Umsetzung.
Während der Interimsphase dient die neue Station der Versorgung von Kindern und Jugendlichen aus dem Bereich der allgemeinen Pädiatrie. Durch die eigenständige Organisationseinheit mit vorhandenem Stützpunkt kann ein separater und funktionaler Stationsbetrieb sichergestellt werden.
Bereits in der Planung wurde die langfristige Nachnutzung mitgedacht: Nach Abschluss der Neubauphase sollen die Flächen dauerhaft zur Erweiterung der stationären Kapazitäten im klinischen Bereich des Lufthafens genutzt werden. Vorgesehen ist insbesondere der Ausbau der Versorgung beatmeter Patientinnen und Patienten sowie die Schaffung zusätzlicher intensivmedizinischer Kapazitäten. Aufgrund ihrer Lage und technischen Ausstattung eignen sich die Räume zudem besonders für eine hygienisch sichere Versorgung in möglichen zukünftigen Pandemiesituationen.
Das Projekt verbindet damit kurzfristige Interimsversorgung mit einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung der medizinischen Infrastruktur des Krankenhauses.
Interimslösung Aufstockung des Reha-Gebäudes – Flexible Interimsflächen mit langfristigem Mehrwert
Im nördlichen Bereich des Altonaer Kinderkrankenhauses wird ein bestehendes Reha-Gebäude um mehrere Geschosse erweitert, um während der Neubauphase des I-Hauses dringend benötigte Interimsflächen bereitzustellen. Durch die unmittelbare Anbindung an die bestehende Krankenhausinfrastruktur sowie die Nähe zum „Anbau Nord“ entstehen funktional vernetzte und flexibel nutzbare Versorgungseinheiten.
Während der Interimsphase werden die neuen Flächen für unterschiedliche medizinische Bereiche genutzt: Vorgesehen sind tagesklinische Plätze für die Pädiatrie, Stationen für allgemeinpädiatrische und kinderchirurgische Patienten sowie Flächen für die Kinder- und Jugendpsychiatrie. Damit kann die Patientenversorgung während der Bauzeit des neuen I-Hauses trotz komplexer Umstrukturierungen aufrechterhalten werden.
Bereits in der Planung wurde die spätere Nachnutzung integraler Bestandteil des Konzepts. Nach Abschluss der Interimsphase sollen die Flächen dauerhaft für moderne pädiatrische und kinder- und jugendpsychiatrische Versorgungskonzepte genutzt werden. Geplant sind unter anderem eine psychosomatisch ausgerichtete Tagesklinik, neue Therapie- und Aufenthaltsbereiche sowie der Ausbau familienorientierter Angebote wie einer Eltern-Kind-Einheit.
Durch die Bündelung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in einem Gebäude entstehen zudem funktionale Synergien und zeitgemäße therapeutische Strukturen. Das Projekt verbindet damit kurzfristige betriebliche Anforderungen mit einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung des Krankenhausstandorts.
Vorbereitende Bauaufgaben – Infrastruktur sichern, Versorgung aufrechterhalten
Im Rahmen der vorbereitenden Bauaufgaben wurden umfassende infrastrukturelle und bauliche Maßnahmen entwickelt, um den Klinikbetrieb während des Abbruchs und Neubaus des I-Hauses dauerhaft sicherzustellen. Hierzu zählen sowohl die Anpassung einer Station im ersten Obergeschoss des H-Hauses als auch die Neuordnung zentraler Bereiche der technischen Gebäudeausrüstung.
Für die Interimsphase wird eine bestehende Station im H-Haus für die Unterbringung kinderchirurgischer und traumatologischer Patientinnen und Patienten hergerichtet. Die unmittelbare Nähe zum OP-Bereich ermöglicht eine funktionale und sichere Versorgung während des laufenden Krankenhausbetriebs. Durch gezielte Eingriffe in die bestehende Struktur kann die ehemalige Bettenstation mit wirtschaftlich angemessenem Aufwand temporär weitergenutzt werden.
Parallel dazu erfolgt eine nachhaltige Neuorganisation technischer Versorgungs- und Infrastrukturtrassen. Zahlreiche Medienleitungen und technische Einrichtungen, die bislang im oder am Bestands-I-Haus untergebracht sind, werden so umstrukturiert, dass sie auch nach Fertigstellung des Neubaus langfristig genutzt werden können. Damit entstehen zukunftsfähige technische Strukturen mit hoher Betriebssicherheit.
Auch die spätere Nachnutzung wurde frühzeitig berücksichtigt: Die Flächen im denkmalgeschützten Altbau des H-Hauses sollen nach Abschluss der Interimsphase in moderne administrative Arbeits- und Besprechungsbereiche für Pflege und Ärzteschaft umgewandelt werden. So entstehen zeitgemäße Arbeitswelten für interdisziplinäre Zusammenarbeit und steigende Anforderungen an Dokumentation und Kommunikation.