JOURNAL

„Interim“ – geht auch nachhaltig, in doppelter Hinsicht!

 

Nach nur 7-monatiger Bauzeit vom Aushub für die Hochbauarbeiten bis zur Schlüsselübergabe der vorübergehenden neuen Station, konnten in dieser Woche die ersten der 17 möglichen Patienten die neuen Patientenzimmer der Station 9 „Qualifizierter Entzug“ des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf mit Bett und Gepäck beziehen. Mit dem Angebot des qualifizierten Entzugs von Alkohol und Medikamenten, d.h. körperlicher Entzug mit Hilfe von Medikamenten - begleitet durch motivierende Therapieeinheiten, um sich mit den Ursachen der Sucht auseinanderzusetzen und langfristig Erfolge zu erzielen - ist das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf eine der wenigen Kliniken, die sich auf diese Behandlung spezialisiert hat.

Das neu entstandene Gebäude, das im Rahmen des Gesamtbauvorhabens „EKA Neubau Psychiatrie“ als eine von drei Interimslösungen dient, wurde mit einer Grundfläche von ca. 420 m² in Holzbauweise und Zinkdach geplant und umgesetzt. Dank dieser nun abgeschlossenen letzten vorgeschalteten Interimsmaßnahme ist der Weg frei, um das abgängige Bestandsgebäude abzubrechen. Damit kann die Umsetzung des Gesamtprojektes in die finale Phase gehen.

Mit der Realisierung des Neubaus, der nach Fertigstellung des Projektes „EKA Neubau Psychiatrie“ die Wiederausgliederung der beschriebenen Station 9 ins Hauptgebäude vorsieht, setzen wir gemeinsam mit dem Bauherrn ein Zeichen. Dies sogar in zweierlei Hinsicht: „Interim“ muss nicht ausschließlich mit vorübergehender Planung bzw. kurzzeitiger Nutzung z.B. von temporär aufgestellten Bettenhausmodulen in Zusammenhang stehen, sondern kann oder sollte aus unserer Sicht ebenso von Nachhaltigkeit und Ökologie geprägt sein. So wird das Gebäude nach der Wiederausgliederung der Station in die Nutzung als Schule übergehen, die sich, Dank der flexiblen Raumplanung, über das zweite besondere Merkmal freuen darf: „Baumaterial Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft". Es schafft Kreativität, Wohlbefinden und ist ein lebendiges Baumaterial, von dem wir glauben, dass sich dieses positiv sowohl auf den Heilungsprozess der Patientinnen und Patienten der Station 9, als auch später auf die Lernatmosphäre der Schülerinnen und Schüler auswirken wird. Mit dieser Lösung werden zusätzlich die eingesetzten Fördergelder für den genehmigten Krankenhausneubau langfristig gut und nicht für ein lediglich kurzes Nutzungs-Zeitfenster eingesetzt.

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