JOURNAL

Ein Kraftakt: altes raus - neues rein

 

Heute wurde der in die Jahre gekommene Magnetresonanztomograph (MRT) mit großem logistischen und körperlichen Aufwand aus den Räumlichkeiten der Radiologie des Altonaer Kinderkrankenhauses befördert. Auch wenn wir uns bewusst waren, dass er vor 13 Jahren den Weg nach unserer damaligen Planung in die Radiologie gefunden hat, er ihn folglich auch wieder auf demselben Wege verlassen kann, erlebten wir spannende Momente, die der NDR sehr schön in diesem Bericht für das Hamburg Journal zusammengefasst hat.

Kaum wurde der ausgediente MRT abtransportiert, mussten wir, um die Ausfallzeit zu reduzieren, die Räumlichkeiten für den Einsatz des neuen MRT anpassen und für den glücklicherweise avisierten weniger spektakulären Einbau, weil das neue MRT kleinere Transportmaße hat, vorbereiten.

Aufgrund der starken Magnetfelder ist für einen MRT ein HF-Käfig zu bauen – der alte war inklusive des Innenausbaus zu erneuern und zu vergrößern. Dabei war es unser Anspruch, diesen Raum trotz aller medizinischer und technisch notwendiger Grundvoraussetzungen so zu gestalten, dass sich die jungen Patienten wohlfühlen und keine Angst vor der Untersuchung haben müssen. Neben dem vor 13 Jahren durch uns geplanten und umgesetzten, für einen MRT-Raum immer noch ungewöhnlichen Tageslichtfenster, gab es dieses Mal zusätzlich eine besondere Gestaltung der Wände in unterschiedlichen Grautonabschnitten, die den Raum in Kombination mit dem sogenannten Ambient Experience In-bore System jetzt in eine angenehme Atmosphäre taucht. Dieses System bietet die Möglichkeit, während der MRT-Untersuchung beruhigende Videos zu schauen, deren Farbraum im umgebenden Raum wiedergegeben wird und die Umgebung einfärben. Die Raumgestaltung in Kombination mit der Ablenkung durch Video-Eindrücke wie beispielsweise „Waldspaziergang“ oder „Unterwasserwelt“ soll den Patienten vor und während der Untersuchung in der „Röhre“ des MRT die Angst vor der Untersuchung nehmen. Mit dieser sehr angenehmen Form der Ablenkung können von nun an auch jüngere Kinder, die bisher für die Untersuchung eine Narkose oder ein Beruhigungsmittel erhalten mussten, narkosefrei, reduziert bzw. ohne Medikamentenzugabe untersucht werden.

Derzeit befindet sich das Gerät, eines der modernsten MRT-Systeme weltweit und das erste Mal in einem Kinderkrankenhaus im Einsatz, im Probelauf in der Radiologie des Altonaer Kinderkrankenhauses.

In Kürze werden glücklicherweise eine Vielzahl von jungen Patienten mit sanften Klängen und Bildern in eine Welt eintauchen können und für diesen Moment nichts von der Untersuchungssituation bemerken. Wir freuen uns, dass sich also auch in diesem Projekt unser Motto „Mensch. Raum. Zeit.“ widerspiegelt und die hier betroffenen jungen Menschen bei MRT-Untersuchungen zukünftig weiter weniger belastet werden.

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