JOURNAL

Neue Strukturen für das Bethesda Krankenhaus Bergedorf

 

Die Umstrukturierung der psychiatrischen Abteilung des Bethesda Krankenhauses Bergedorf (BKB), bestehend aus 4 Stationen mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf zwei Geschossebenen, macht nach schwierigen brandschutztechnischen Nachrüstungen im Verlauf des letzten Jahres endlich weiter Fortschritte – die beiden größeren der insgesamt vier Einzelmaßnahmen sind nahezu abgeschossen.

Anlass für das durch die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz der Freien und Hansestadt Hamburg (BGV) geförderte Projekt ist die Notwendigkeit, für Patienten auf den geschützten Bereichen der psychiatrischen Abteilung einen direkten Außenbezug herzustellen und in diesem Zuge die Funktionsabläufe auf den Stationen den aktuellen Behandlungsstandards und -bedarfen anzupassen.

Der Anbau als Balkonkonstruktion mit Glasfront auf der Westseite des Gebäudes als Außenbereich für die geschützten (geschlossenen) Bereiche, in denen zukünftig jeweils 6 Patienten untergebracht und behandelt werden können, sowie die Umstrukturierung der internen Raumaufteilung, die Optimierung der Stützpunkte durch Umverlegung und Umstrukturierung der Aufenthaltsbereiche jeweils mit Gemeinschaftsküche- und Speiseraum gehören u.a. zu den wesentlichen Maßnahmen. Zusätzlich werden durch Verlagerung der vorhandenen Stationsbäder 4 weitere Patientenzimmer als Einzelzimmer geschaffen.

Die fertiggestellten Balkone sind in beiden Geschossen mit bodentiefer Verglasung ausgestattet, um den Patienten, die das Haus aufgrund ihres Therapiebedarfs nicht verlassen dürfen, einen offenen Außenbezug zu vermitteln. Dieses ermöglicht ihnen einen freien Blick auf das umliegende Gelände und die tiefer liegende Umgebung. Durch die zurückspringende obere Balkonplatte ist bei Niederschlag auch der „Kontakt zu den Elementen Wasser und (Sonnen-)Licht“, also ein direkter Wetterbezug, gegeben, was uns planerisch für die Patienten wichtig gewesen ist.

Alle Arbeiten dieses Projektes finden bei laufendem Krankenhausbetrieb statt, in diesem Fall neben den drei weiteren psychiatrischen Stationen und den im Erdgeschoss untergebrachten Funktionsbereichen Radiologie, Cafeteria, Büro- und Therapieräumen.