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NEUBAU HEILPÄDAGOGISCHES FÖRDERZENTRUM FRIEDRICHSHULDE E.V.

"Mensch. Raum. Zeit. haben hier eine gestalthafte Entsprechung gefunden"

Das heilpädagogische Förderzentrum Friedrichshulde existiert seit über 60 Jahren und ist seit den 1950er Jahren mit diversen Gebäuden, die als Kinderheim für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen genutzt werden, bebaut. Im Laufe der Zeit haben sich die Ansprüche an die Nutzung erheblich geändert. Die bestehenden Gebäude entsprechen nicht mehr den heutigen Standards. So erfüllen die Gebäude nicht die Anforderungen der Barrierefreiheit und es besteht erheblicher Handlungsbedarf hinsichtlich des Brandschutzes. Der Träger der Einrichtung ist verpflichtet, bauliche Maßnahmen zu ergreifen, die so weitgehend sind, dass sich eine Neubebauung anbietet.

Die Neubauten bieten die Möglichkeit neue pädagogische Überlegungen zu berücksichtigen. So generieren sie eine verbesserte Lebens- und Wohnsituation auf unterschiedlichen Ebenen:

die 1-2 geschossigen Wohnbauten in Holzständerbauweise gruppieren sich in einer dorfartigen, offenen Struktur um den zentralen Gemeinschaftsgarten und schaffen dadurch ein naturbezogenes Gemeinschaftsgefühl. Zuzüglich zur Umsetzung der aktuellen Standards hinsichtlich der Barrierefreiheit, des Brandschutzes und einer energiesparenden Bauweise, garantieren die flexiblen Strukturen nachhaltige Nutzungsmöglichkeiten.

Insgesamt ist eine Öffnung der pädagogischen Einrichtung für die Öffentlichkeit beabsichtigt. Gleichzeitig soll mit dem Naturraum behutsam umgegangen werden. Der Baumbestand wird weitestgehenderhalten.

Die architektonische Herausforderung dieses Projektes besteht sowohl in seinem sozialen, pädagogischen Anspruch, wie auch in der räumlichen und ökonomischen Umsetzung. So sind 2 verschiedene Gebäudetypen entstanden, die jeweils 10 oder 15 Kindern und Jugendlichen eine neue Heimat bieten werden. Trotz der strikten Vorgaben des Gesetzgebers und der Förderstellen ist es uns gelungen, das Maximum an Wohnqualität bei gleichzeitiger Einhaltung der Vorgaben zu ermöglichen. So reduzieren sich die Verkehrsflächen auf ein Minimum und Wohn- und Lebensraum wird in vielfältiger und möglichst großzügiger Weise geschaffen. Das Zusammenspiel der Baukörper soll auch zu einem respektvollen Miteinander und der gegenseitigen Rücksichtnahme untereinander beitragen.

Das Bauvorhaben wird voraussichtlich Anfang 2021 abgeschlossen und bereitet bereits jetzt den Kindern und Jugendlichen große Freude!

 

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